Knoblauchsrauke

(Alliaria petiolata)

Merkmale:
Sie ist eine zwei- bis mehrjährige krautige Pflanze, die 20 bis 100 Zentimetern groß wird. Der Stängel ist leicht kantig und im unteren Bereich behaart, dort haben ihre gestielten, Nierenförmigen Laubblätter einen gekerbten Rand, im oben haben die kurzgestielten, dreieckigen Blätter eine unregelmäßige Zähnung.
Gruppe:
Familie der Kreuzblütengewächse
Herkunft:
Europa, stellenweise Nordamerika
Standort:
Sie wächst meistens in Laubwäldern, aber auch besonders gut in Gebüschen und Hecken sowie an Mauern und Wegrainen, in Gärten und auf Schuttplätzen.
Besonderheiten:.
Sie wird auch Knoblauchskraut, Lauchkraut oder Knoblauchhederich genannt. Den Namen hat sie von dem Knoblauchduft, den man beim Zerreiben der Blätter deutlich wahrnehmen kann. Die Knoblauchrauke ist ein Wildkraut, nicht mit dem Knoblauch verwandt, sondern mit der Garten- und Brunnenkresse.
Nutzen:
Schon im Mittelalter und der frühen Neuzeit wurde sie als Gewürzpflanze genutzt.
Die Knoblauchsrauke wirkt antiseptisch, leicht harntreibend und schleimlösend. Sie ist auch gut bei Atemwegserkrankungen und Asthma. Man kann auch Breiumschläge zur Behandlung von Insektenstichen und eiternden Wunden herstellen.

Rezept:
Wilde Knoblauchbutter

Eine Hand voll Blätter der Knoblauchsrauke waschen, abtrocknen, klein schneiden und mit 250 Gramm weicher, leicht gesalzener Butter mischen. Schmeckt besonders lecker auf frisch gebackenem Brot und lässt sich gut einfrieren.