Waldmeister

(Galium odoratum)

Merkmale:
Der Waldmeister ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die zwischen 10 und 50 cm groß werden kann. Die Pflanze hat einen kriechenden Wurzelstock (Rhizom), der als Überdauerungsorgan und vegetatives Vermehrungsorgan dient.
Die zwischen 2 bis 5 cm großen lanzettlichen und rauen Blätter sitzen an den vierkantigen Stängeln. Zwischen 6 und 8 Blätter sind an einem Blattknoten angeordnet.
on April bis Mai blüht der Waldmeister mit weißen, vierzähligen Blüten, die am Ende der Stängel in Blütenständen stehen. Sie verströmen den typischen Waldmeisterduft. Werden die Blüten befruchtet, entwickeln sich kleine Klettfrüchte daraus.
Gruppe:
Enziangewächse (Gentianales)
Herkunft:
In den gemäßigten Breiten Europas und Asiens. Der Waldmeister wächst in Nord-, Mittel-, und Osteuropa ebenso wie in der Türkei, im Kaukasus, in Kasachstan, Westsibirien, Altai, Nordwestafrika, China, Korea und Japan..
Standort:
Es wächst auf in lichten Laubwäldern. Schattige bis halbschattige Plätze.
Besonderheiten:
Der bekannteste Inhaltsstoff des Waldmeisters ist das Cumarin. Gepflückt werden sollte der Waldmeister am besten vor dem Einsetzen der Blüte.
Nutzen:
Die Blüten der Pflanze wurden als Pulver zerstoßen zur Behandlung Brandwunden verwendet. Mit den Blättern und Blüten wurden Fußbäder gemacht, um müde Glieder zu beleben. Als Heilkraut wirkt er antientzündlich, antibakteriell und auch antiviral (gegen Herpes).

 

Rezept

2 Liter Wasser
300 g Zucker
4 Zitronen (bio)
1 Bund Waldmeister

Das Wasser und den Zucker so lange kochen, bis die Lösung klar ist. Abkühlen lassen
Die Zitronen in heißem Wasser abbürsten, in Scheiben schneiden und zum Waldmeister und dem Sirup geben. Zugedeckt 5 Tage kühl stehen lassen, abseihen und in Flaschen abfüllen.
Danach kühl aufbewahren.
Dieser Sirup eignet sich bestens zum Aromatisieren von Süßspeisen oder mit Mineralwasser verdünnt als erfrischendes Getränk!
Aber Vorsicht! Waldmeister enthält Cumarin, deshalb nicht zuviel davon zu sich nehmen.